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Online-Workshopreihe: Mit solidarischen Bezugsgruppen fürs Leben langfristig politisch aktiv sein (3/3)

2. Mai @ 15:00 - 18:00

Warum hören so viele Menschen auf, politisch aktiv zu sein? Warum bleibt politische Veränderung oft eine Nebensache? Nach der Arbeit, der Schule, der Ausbildung bleibt oft nur noch wenig Zeit und Energie, um an dem dringend nötigen gesellschaftlichen Wandel zu arbeiten. Es ist kaum möglich, mit den immer schnelleren und drastischeren Krisen des Kapitalismus Schritt zu halten. An eine wirklich transformative Praxis ist nicht zu denken, zwischen irgendwie mit Lohnarbeit über die Runden kommen und dem ständigen Reagieren auf die nächste Grausamkeit, die nächste Umweltkatastrophe, den nächsten rassistischen Anschlag. Vereinzelt stehen wir den ausbeuterischen Systemen scheinbar machtlos gegenüber. Nach ein paar Jahren Aktivismus bleibt dann oft nur Resignation und Burnout.

Es ist höchste Zeit, sich grundlegend anders zu organisieren. Wir müssen nicht nur gemeinsam kämpfen, sondern auch gemeinsam dafür sorgen, dass alle genug zum Leben haben, sich erholen, über Visionen, Utopien und Erlebtes sprechen können. Wir wollen uns in solidarischen Bezugsgruppen organisieren. Wir teilen (finanzielle) Ressourcen, übernehmen langfristig füreinander Verantwortung. Im Aktivismus während und nach Aktionen, im Leben, in der Reproduktion und ermöglichen uns so gegenseitig, politische Veränderung in den Mittelpunkt zu stellen. Weil wir den Zumutungen des Kapitalismus wie Verwertungszwang und Diskriminierung gemeinsam begegnen, nehmen wir ihm viel von seiner Macht über uns Einzelne. Dadurch ist mehr Zeit und Energie für Aktionen, Freizeit, Träumen, Kämpfen und Diskutieren. Und wir probieren gleichzeitig im Kleinen aus, wie eine gesellschaftliche Organisation jenseits von Markt und Staat, Tauschlogik und Herrschaft, Konkurrenz und bürgerlichen Normen aussehen kann.

Wie das funktioniert und was das mit uns macht, möchten wir mit euch in einer dreiteiligen Workshopreihe teilen und diskutieren.

3. Teil – Gesellschaftliche Veränderungen

Nachdem wir uns in den ersten beiden Teilen der Workshopreihe mit den Veränderungen auf der Ebene der persönlichen Lebensweise (1. Teil) und der kollektiven Zusammenhänge (2. Teil) beschäftigt haben, geht es im dritten Teil um die gesellschaftliche Ebene: Der Kapitalismus ist am Ende, kann seine Versprechen nicht halten und zerstört unaufhaltsam soziale Strukturen, Ökosysteme, das Klima. Wir wollen uns anschauen, wie kollektive Organisierung unseres Alltags zu einer Transformation beitragen kann. Dazu betrachten wir theoretische Überlegungen wie die Keimformtheorie. Wir überlegen aber auch, wie bestehende transformative Akteur*innen wie soziale Bewegungen oder antikapitalistische Gewerkschaften durch eine Organisierung in solidarischen Bezugsgruppen gestärkt werden könnten. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie Handlungsmöglichkeiten wachsen und sich verändern können. Und vielleicht, wie die nächste Stufe einer ganzheitlichen, transformativen Praxis aussehen könnte.

Die Workshopreihe wird organisiert vom Formenkollektiv und Mensch aus dem Solidarnetz und unterstützt durch die KlimaWerkStadt in Bremen. Um dich anzumelden, schreibe uns bitte eine Mail an kollektiveformen(at)disroot.org mit den Workshops, an denen du teilnehmen willst.

Details

Datum:
2. Mai
Zeit:
15:00 - 18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Solidarnetz
Formenkollektiv
KlimaWerkStadt